Frau hält Krebs-Awareness-Schleife an die eigene Brust

Intimbeschwerden und Intimpflege nach Krebstherapie

Intimbeschwerden und Intimpflege nach Krebstherapie

Nach einer Krebstherapie können sich im Intimbereich Veränderungen zeigen – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Typische Beschwerden sind Trockenheit, Brennen, Juckreiz, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder ein verändertes Körpergefühl. Diese Veränderungen sind keine Seltenheit, werden aber oft nicht offen angesprochen.

Dabei gilt: Intimbeschwerden sind nichts, wofür man sich schämen muss. Und ein „kleines bisschen Scheidentrockenheit“ ist nichts, was man einfach so hinnehmen sollte. Diese Symptome können die Lebensqualität beeinträchtigen, sind aber behandel- und linderbar.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Intimpflegetipps von der Pflegeexpertin, Birte Schlinkmeier.

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Birte Schlinkmeier
Pflegeexpertin, Breast Care Nurse, Pelvic Care Nurse
Rehaklinik Bad Oexen

Birte Schlinkmeier arbeitet seit über 17 Jahren in der onkologischen Rehabilitation und begleitet Patientinnen und Patienten nach einer Krebstherapie. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Unterstützung bei intimen Beschwerden und den körperlichen wie seelischen Herausforderungen, die damit verbunden sind. Mit viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen vermittelt sie Strategien, wie Betroffene ihre Lebensqualität zurückgewinnen können.

Birte Schlinkmeier auf Instagram folgen: @birte_bcn_oexen

Das Wichtigste aus dem Video zusammengefasst:
Intimgesundheit nach einer Krebstherapie

  • Vaginaltrockenheit ist eine häufige Nebenwirkung von Chemo-, Strahlen- und Hormontherapie.
  • Beschwerden können sein: Juckreiz, Brennen, Schmerzen, Blutungen, Infekte.
  • Frühzeitig mit der Pflege beginnen – am besten schon zu Therapiebeginn.
  • Kombination aus Vaginalovula (innen) + Schutzsalbe (außen) anwenden.
  • Sanfte Intimwaschlotion mit hautfreundlichem pH-Wert nutzen, wenn nötig.
  • Auf ein gesundes Mikrobiom achten – Pflege hilft, die Scheidenflora zu stabilisieren.
  • Pflegeroutine an die eigenen Bedürfnisse anpassen (häufiger oder seltener möglich).
  • Offene Kommunikation mit der/dem Partner*in über Sexualität und mögliche Veränderungen.
  • Unterstützung durch Gleitmittel (wasser- oder silikonbasiert) nutzen.
    Lebensstil anpassen: ausgewogene Ernährung, Bewegung, Baumwollkleidung, genug trinken.
  • Männer können ebenfalls betroffen sein (z. B. nach Prostata-OP) – auch hier Pflege wichtig.
  • Hilfe holen: Onkolog:innen, Gynäkolog:innen, Krebsberatungsstellen, Selbsthilfegruppen.

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